Hausboot mit Elektromotor - Nicols Sixto Green
Bootstour mit dem Elektroboot im Elsass
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Nicols-Hausboot mit Elektromotor:

Bootstour ab Saverne/Elsass mit dem Hausboot "Nicols Sixto Green"

Dienstag - 1. Tag - Neugierig auf den Elektromotor:

Gegen 14.00 Uhr sind wir in Saverne im Elsass angekommen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es direkt im Ort.

Die Charterbasis, an der wir „unsere“ Nicols Sixto Green übernehmen wollen, liegt direkt gegenüber dem Hafen. Im Charterbüro hinterlegen wir die Kaution (per Kreditkarte), bekommen die Schiffspapiere, den Gewässerführer für das Elsass, die Taschenlampe und den erste Hilfe-Kasten. Schnell bringen wir unsere persönlichen Sachen aufs Schiff, besser aus Hausboot - alles verpackt in Reisetaschen.
Anschließend erläutert uns der Basisleiter die Technik:
Die Nicols Sixto Green verfügt derzeit als einziges Boot im Elsass über einen Elektromotor. Die verschiedenen Anzeigen geben Auskunft über den Ladezustand der Batterie, Drehzahl des Motors, Geschwindigkeit des Bootes …
Eine Liste der Schnellladestationen befindet sich ebenfalls an Bord. An diesen können die Batterien des Schiffes in ca. 2 Stunden aufgeladen werden. An allen übrigen, ganz normalen 220-Volt Landstromanschlüssen in den Häfen können die Batterien über Nacht vollständig geladen werden.
Nach einer kurzen Probefahrt im Hafen, bei der wir noch einige Besonderheiten bei diesem Boot mit Elektromotor erfahren, legen wir dann endgültig ab und fahren durch die erste Schleuse in Saverne in Richtung Arzwiller.

Hausboot Nicols Sixto Green - an Bord

Hausboot Nicols Sixto Green - SalonNicols Sixto Green - im Salon
viel Platz: Schlafkabine auf der Nicols Sixto GreenNicols Sixto Green - Kabine
Alles für die Bootstour: Bootspapiere, Gewässerführer, Taschenlampe, erste-Hilfe-KastenGewässerführer - Papiere ...
Terrasse auf der Nicols SixtoNicols Sixto Green - Terrasse

Es ist etwas ungewohnt, so gar kein Motorengeräusch zu hören. Speziell beim Manövrieren achten wir in der ersten Zeit sehr auf die Instrumente, bevor wir ein Gefühl für dieses Elektroboot entwickeln.
Es ist ein gemütliches Fahren, das immer wieder von Schleusen unterbrochen wird. Wir hoffen, dass wir es heute noch bis Lutzelbourg schaffen werden, doch einige Schleusen später ist klar, dass es sehr knapp wird, da die Schleusen „nur“ bis 19.00 Uhr in Betrieb sind.
Und tatsächlich erreichen wir die letzte Schleuse vor Lutzelbourg (Nr. 23) nicht mehr frühzeitig genug. So machen wir vor dieser Schleuse am Ufer fest. Das alte Schleusenwärterhaus ist niedlich hergerichtet und es gibt ein Gehege mit Ziegen und Hühnern, man kann Honig und Marmelade hier kaufen.
Abends machen wir uns dann zu Fuß auf nach Lutzelbourg. Die Kinder fahren mit ihren Rollern, so geht es dann doch recht zügig.
In der Bierstube des Ortes essen wird dann deftig und bodenständig zu Abend.
Gut, dass wir für den Rückweg eine Taschenlampe mitgenommen haben, da der Weg am Kanal entlang natürlich nicht beleuchtet ist.
Der erste Tag klingt dann gemütlich bei Kerzenlicht und einem guten Glas Wein an Bord aus. Ein Blick auf die Instrumente zeigt: die Batterie ist noch voll genug (83 %), da brauchen wir heute Nacht keinen Stromanschluss.

Honig, Marmelade, Eier - Verauf an der Schleuse

Mittwoch - 2. Tag - Bootstour mit Stop an der Schnellladestation:

Aufstehen und Duschen an Bord mit herrlich warmen Wasser! Die Duschkabine ist so geräumig, dass das Duschen sogar richtig Spaß machen.
Dann fahren wir erst einmal „nur“ bis Lutzelbourg. Die Kinder fahren mit dem Roller zur Boulangiere – den Weg kennen Sie ja von gestern Abend – und kommen mit herrlich frischen Croissants, pain au chocolat und Baguette zurück.
Nach dem Frühstück geht es nun weiter in Richtung Arzwiller.  Kurz vor dem Hebewerk nutzen wir die Schnellladestation von Heinridorff, die an einem Campingplatz gelegen ist und nur von Elektrobooten – in diesem Fall von uns – exklusive genutzt werden darf.
Bei Bedarf kann man hier Essen gehen oder eine Kleinigkeit einkaufen.
Schon nach 45 Minuten sind die Batterien wieder voll geladen.
Dann geht es weiter zum Hebewerk von Arzwiller. In dem großen Wartebecken machen wir fest und können von Ufer aus, während wir warten, zuschauen, wie sich der Trog des Hebewerks mit drei Booten darin abwärts bewegt.
Kurz bevor die Boote den Trog verlassen, gehen wir wieder an Bord. Das Signal zeigt grün und wir dürfen in den Trog hineinfahren. Nachdem das Boot gut festgemacht ist, der Aufzugführer hat es mit einem Blick kontrolliert, setzt sich der Trog in Bewegung und wird werden 44,55 Meter in die Höhe eine die diagonale Strecke von 128 Meter hinausbefördert. Die Sonne scheint und während wir uns aufwärts bewegen, haben wir einen herrlichen Blick über die Landschaft.
Oben angekommen fahren wir ein Stück durch Beton befestigten, aber hübsch bewachsenen und von Felsen gesäumten Kanal.

Nicols Sixto Green mit Elektromotor am reservierten Liegeplatz mit Lagestation

Dann erreichen wir den ersten Tunnel. Die Einfahrt wird durch Lichtzeichen geregelt und wir müssen einen Moment warten, bis alle Schiffe, die uns entgegenkommen, den Tunnel verlassen haben.
Dann springt die Ampel auf grün und wir fahren in den 2306 Meter langen Tunnel hinein. Auf der einen Seite gibt es einen Treidelpfad, die andere Seite führt direkt an der Tunnelwand entlang. Es bedarf einiger Konzentration, das lange Stück im Dunkeln, nur mit Schiffsbeleuchtung und einigen Lampen an der Wand, zu fahren.
Nach dem Verlassen des Tunnels kommt schon kurz darauf der nächste, aber mit 474 Meter sehr viel kürzere Tunnel. Auch diesen durchfahren wir problemlos.
Die Landschaft ist nun ganz flach, es gibt keine Schleusen mehr zu passieren, und so fahren wir ruhig, aber durchaus mit 8 km/h, bis Gondrexange.
Kurz hinter dem Ort biegen wir in den Canal des Houillères und fahren bis Port Houillon. Der Kanal führt hier direkt am Etang de Gondrexange vorbei.
Im Hafen gibt es eine große Halle eines Charterunternehmens, zahlreiche Liegeplätze, aber ansonsten nicht viel. Man liegt ruhig, wir machen noch einen Spaziergang zum See und essen später zu Abend an Bord.

Hausboot im Tunnel bei Arzwiller

Donnerstag - 3. Tag - vorreservierter Liegeplatz inklusive

In Port Houillon kann man weit und breit kein Baguette kaufen.
Also fahren wir noch vor dem Frühstück zurück nach Gondrexange. Im Ort gibt es frisches Baguette und Croissants.
Nach dem Frühstück beschließen wir, da noch ausreichend Zeit ist, auch in Xouaxange anzulegen, dann in Hesse zu laden und schließlich eventuell noch das Hebewerk zu passieren.
Xouaxange entpuppt sich als nette Anlegestelle mit einem Steg, zwei Bouleplätzen und sogar einem öffentlichen Grill. Wir bleiben für eine Pause am Steg liegen, trinken Tee und die Kinder spielen an Land.
Dann fahren wir weiter nach Hesse. Hier wollen wir, bevor wir dann zum Hebewerk fahren, die Akkus unseres Hausbootes wieder aufladen.
Die Ladestation ist gefunden, der Schnellladestecker mit der Ladestation verbunden – aber nichts passiert. Ein neuer Versuch, dieses Mal über das 220 V Kabel, jetzt lädt der Akku.
Doch so lange wollen wir nicht in Hesse bleiben, die Batteriekapazität ist noch ausreichend, und so fahren wir weiter in Richtung Hebewerk.

Frühstück an Bord der Nicols Sixto Green

Vor der Einfahrt in den ersten Tunnel müssen wir kurz warten, denn es kommen uns noch drei Schiffe entgegen, dann sind wir dran. Zuerst passieren wir den kürzeren, dann den längeren Tunnel.
Als wir am Hebewerk ankommen, beginnt es leicht zu nieseln, aber wir sind das einzige Schiff, das abwärts will. Und so genießen wir noch einmal die Abfahrt in diesem interessanten technischen Bauwerk.
Ziemlich dicht hinter dem Hebewerk, fast am Abzweig, wo es früher zu den 17 Schleusen ging, die an Stelle des Hebewerkes genutzt werden mussten, ist die Anlegestelle Henridorff. Hier funktioniert auch das Schnellladen.
Wir bestellen für den Abend einen Tisch im Restaurant des Campingplatzes und erkunden die alten Schleusen. Ein hübscher Spazier- und Radweg führt an den ehemaligen Schleusen entlang. Die Schleusenwärterhäuser der höheren Nummern sind verfallen oder stehen leer, aber von Nummer 10 an abwärts sind die Häuser teils liebevoll wieder hergerichtet und bewohnt. Einige der alten Schleusentore sind noch zu sehen, der ehemalige Kanal ist von Schwertlilien und Schilf bewachsen, die andere Seite des Weges ist bewaldet.
Es ist schon faszinierend, hier zu sehen, dass das Hebewerk, das in ca. einer halben Stunde passiert werden kann, einen ganzen Tag von acht bis 10 Stunden, die man hätte mit Schleusen verbringen müssen, ersetzt. Wegen des einsetzenden Regens machen wir uns bei Schleuse 6 auf den Rückweg. Die restlichen Häuser und Schleusen schauen wir uns morgen bei gutem Wetter an.
Gemütlich lassen wir den Abend im Restaurant bei wirklich gutem Essen ausklingen.

im Schleusentrog - Schrägaufzug bei Arzwiller

Der alte Kanal im Tergelbach-Tal / Elsass

Nostalgie - zugewachsenes altes Schleusentor
im Tergelbach-Tal im Elsass - ausgedientes Schleusentor
altes Schleusenwärterhaus kin neuer Funktion
zugewachsen - die alte Schleusentreppe bei Arzwiller

Die alte Schleusentreppe bei Arzwiller! Bis 1968 waren auf 3,6 km 17 Schleusen zu bewältigen. Heute ersetzt das Hebewerk diese Kanalstrecke

Freitag - 4. Tag - beginnende Bordroutine mit dem Elektroantrieb

Nach dem Frühstück erkunden wir auch die restlichen Schleusen. Zum Glück haben die Kinder Ihre Roller dabei, so geht es schneller.
Dann fahren wir bis Lutzelbourg. Dort machen wir eine Mittagspause und kaufen dazu Eclairs. Wir haben einen ruhigen Liegeplatz, am Ufer stehen Bäume, in deren Schatten die Crew eines anderen Schiffes grillt.
Unsere Kinder haben das Tor am Heck geöffnet und die Füße ins Wasser gestreckt, denn heute ist es wirklich sehr warm.
Im frühen Nachmittag fahren wir durch die restlichen Schleusen, bis wir gegen 16.00 h in Saverne ankommen. Am Liegeplatz laden wir mit 220 V, es muss ja jetzt nicht schnell gehen, und machen uns auf den Weg in die Stadt.
Vorbei am Hafen und dem Schloss Rohan finden wir im Ortskern hübsche Fachwerkhäuser und einige Geschäfte vor.
Bevor wir zurück zum Schiff gehen, gibt es für jeden noch ein leckeres Eis.
Abends essen wir an Bord und sitzen noch gemütlich auf der Terrasse unseres Schiffes, um den Abend ausklingen zu lassen.
Außer uns sind noch weitere Crews mit ihren Hausbooten zur Nicols-Basis zurückgekehrt, denn die Schiffe werden morgen früh zurückgegeben.

Spaß an Bord - Bootsour mit Kindern

Saverne

Schloß Rohan in Saverne
am Rhein-Marne-Kanal in Saverne: Schloß Rohan
im Herzen von Saverne
markante Giebel in Saverne

Saverne ist nicht nur Ausgangsort für eine herrliche Bootstour im Elsass, sondern auch eine hübsche Stadt, die einen Besuch wert ist.

Samstag - 5. Tag - Praxistest bestanden!

Nach dem Frühstück räumen wir unsere Sachen von Bord, fegen, entsorgen den Müll und ziehen die Betten ab. Das Schiff wird von außen mit Wasser und Schrubber gereinigt, bevor um 9.00 h die Abnahme durch den Techniker erfolgt.
Im Büro bekommen wir unsere Kaution zurück und bezahlen die Betriebskostenpauschale, in der neben dem Stromverbrauch, auch das Gas und ein paar andere Nebenkosten enthalten sind.
Alles in allem war es ein ruhiger und entspannter Törn mit der Nicols Sixto Green mit Elektromotor.
Unsere Crew bestand aus Michael und Anne, Jan (13), Merle (11) und Jesse (8).

Hausboot Nicols Sixto Green am Liegeplatz

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